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Jahresprogramm 2010

Australisches 60-köpfiges Symphonieorchester macht sich auf den Weg ins Taubertal (am Dienstag, den 04.05.2010)

Bronnbach. "An der Musikhochschule von Sydney gibt es im Moment niemanden, der nicht weiß, wo das Taubertal liegt ", stellt Professor Reiner Schmidt fest, der aktuell als Hochschullehrer für Viola und Kammermusik am Konservatorium der australischen Metropole tätig ist.

Unmittelbar im Anschluß an seine Pensionierung an der Musikhochschule Würzburg erreichte Prof. Schmidt ein Ruf vom anderen Ende der Welt. Am "Sydney Conservatorium of Music Orchestra" - weltweit eine der besten Musikhochschulen - war ein Lehrstuhl zu besetzen. Kaum in Amt und Würden, begann der Musikprofessor, dessen Hauptwohnsitz nach wie vor Boxberg ist, enge künstlerische Bande zwischen Europa und "Down under" zu knüpfen.



Als Frucht dieser Bemühungen reist das Symphonieorchester der Hochschule mit 60 Personen nach Deutschland, um dem diesjährigen Bronnbacher Musikfrühling vom 8. bis zum 15. Mai seinen unverwechselbaren Stempel aufzudrücken. Professor Kim Walker, nicht nur eine international angesehene Fagottistin, sondern auch Direktorin des Konservatoriums, lässt es sich nicht nehmen, die Reise persönlich zu begleiten.

Die künstlerische Oberleitung hat Prof. Reiner Schmidt. Organisiert und finanziert wird das Ganze von den rührigen Mitgliedern des Förderkreises "Bronnbacher Klassik", die seit acht Jahren für besonders hochkarätige klassische Konzerte im ehrwürdigen Kloster Bronnbach verantwortlich zeichnen.

Seinen fulminanten Auftakt findet der Bonnbacher Musikfrühling am Samstag, 8. Mai, in der Klosterkirche. Hierwerden die "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgsky und die Sinfonie in d-moll von Cesar Franck zur Aufführung kommen. Dirigent ist der Ungar Imre Pallo, der ebenfalls in Sydney als Musikprofessor lehrt.

Der Mittwoch, 12. Mai, ist der Kammermusik gewidmet. Unter der Leitung von Prof. Schmidt kommen Werke von Mozart und Beethoven zu Gehör, Solistin ist die Geigerin Ji Won Kim. Das zweite Kammerkonzert folgt zwei Tage später unter dem Dirigat von Prof. Pallo und bietet die Gelegenheit, zwei Septette von Berwald und Beethoven zu erleben. Für dieses Konzert wird Kim Walker ihr Fagott auspacken und zu Gehör bringen.

Den krönenden Abschluss findet die Konzertreihe am Samstag, 15. Mai . Das australische Orchester tritt in voller Besetzung auf und intoniert das Klavierkonzert Nr.2 von Beethoven und die Sinfonie Nr. 9 von Dvorak. Als Solist wurde Bernd Glemser gewonnen, der von vielen Fachleuten als der zur Zeit als einer der besten Pianisten in Deutschland gehandelt wird. Anschließend wird es für alle Konzertbesucher ein festliches Abschlussdinner geben, bei dem die Musiker vom fünften Kontinent in gebührender Weise gefeiert und verabschiedet werden.

Damit bei den australischem Musikern neben Konzerten und Proben keine Langeweile aufkommen kann, hat die baden-württembergische Landesregierung das

komplette Orchester für den Sonntag nach Stuttgart eingeladen, um aus Anlass des Europatages ein Konzert vor hochrangigen politischen und gesellschaftlichen Vertretern des Landes zu geben.

Es versteht sich von selbst, dass sich aus dem Taubertal ein Bus mit Mitgliedern, Freunden und Sponsoren des Förderkreises "Bonnbacher Klassik" auf den Weg macht, um seine Gäste vom anderen Ende der Welt zu begleiten.

Karten für den Bronnbacher Musikfrühlings gibt es unter Telefon 0 93 42/9 35 20 21 (Eigenbetrieb Kloster Bonnbach) oder unter danielle.bickelhaupt@kloster-bronnbach.de

Fränkische Nachrichten 4. Mai 2010

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